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Neue Risikotragfähigkeit (RTF) im Rahmen ICAAP


Im Mittelpunkt der bankaufsichtlichen Prüfungs- und Überwachungshandlungen steht u. a. eine angemessene Kapitalausstattung der Banken und Sparkassen. Diese ist für ein künftiges Wachstum sowie die Sicherstellung des Geschäftsmodells die Grundvoraussetzung. Die Aufsicht erwartet angemessene und wirksame Prozesse zur jederzeitigen Sicherstellung der Risikotragfähigkeit (RTF). Hierbei sind die im Jahr 2018 formulierten ICAAP Leitlinien zu beachten, insbesondere vor dem Hintergrund dass der Annex zum 31.12.2022 wegfällt.

 

Die Leitlinien der Aufsicht sehen zwei Perspektiven bei der RTF-Beurteilung vor:

eine ökonomische (barwertige/barwertnahe) Perspektive

sowie

eine normative (periodische) Perspektive.

Die ökonomische Perspektive stellt die barwertig auf einen einjährigen Risikohorizont ermittelten Risiken der ökonomischen Risikodeckungsmasse gegenüber. Dabei wird ein Konfidenzniveau von 99,9 % zugrunde gelegt und es ist wie folgt vorzugehen:

  • Ableitung des barwertigen/barwertnahen Risikodeckungspotentials (RDP)
  • Ermittlung der wesentlichen barwertigen Risiken
  • Marktpreisrisiken
  • Adressenrisiken (Kundengeschäft und Eigengeschäft)
  • Sonstige wesentlichen Risikopotenziale
  • Festlegung von Stresstests für die ökonomische Perspektive
  • Anpassung interner Dokumentationen (z. B. Risikohandbuch, Geschäfts- und Risikostrategie, etc.)
  • Barwertige/barwertnahe Risikoinventur

Bei der normativen Perspektive hingegen geht es darum, dass alle regulatorischen Kapitalanforderungen laufend erfüllt werden (Eigenmittelverordnung (CRR), Großkredite, Verschuldungsquote). Dazu sind die folgenden Schritte erforderlich:

  • Kapitalplanung über einen mindestens dreijährigen Planungshorizont (Planszenario und mindestens ein adverses Szenario)
  • Ableitung der relevanten regulatorischen und internen Eigenmittelanforderungen
  • Planung Adressen-, Marktpreis- und operationelle Risiken nach Vorgaben der CRR
  • Ableitung und Festlegung von mindestens einem geschäftsmodellspezifischen adversen Szenario
  • Berücksichtigung weiterer im Rahmen der Risikoinventur ermittelten wesentlichen Risiken
  • Simulation der aufsichtsrechtlich vorgegebenen Kennzahlen (Kapitalquoten, Großkredite, Zinsänderungsrisiko (ZäR) und Liquidität)
  • Anpassung interner Dokumentationen (z. B. Risikohandbuch, Geschäfts- und Risikostrategie, etc.)

Für beide Perspektiven gelten folgende Nebenbedingungen:

  • Angemessene Ausgestaltung der Prozesse, um MaRisk-konformes Vorgehen zu gewährleisten (Konsistenz zu Strategie und Steuerungsprozessen, Festlegung von Rollen und Verantwortlichkeiten, Risikoinventur etc.) hier: AT 4.3.2 Tz. 1 MaRisk: Einbindung der Risikosteuerungs- und -controllingprozesse in eine gemeinsame Ertrags- und Risikosteuerung („Gesamtbanksteuerung“)
  • Anpassungen in IT-Anwendungen erforderlich (u. a. Einführung Gesamtbanksimulation (GBS))
  • Storytelling für adverse Szenarien (normativ) und risikoübergreifende Stresstests (z. B. schwerer konjunktureller Abschwung (SKA))

Aus unserer Sicht handelt es sich bei der Neuausrichtung um zwei komplexe wechselseitige interne Perspektiven für die Institute. Nach der Implementierung von GBS sind die dort vorgegebenen Standardparameter kritisch zu prüfen und ggf. auf die institutsindividuellen Gegebenheiten zu adaptieren. Hierbei sind die zuvor genannten Nebenbedingungen einzuhalten und entsprechend zu dokumentieren.

Gerne bieten wir Ihnen hierzu Beratungen, Workshops oder Audits zu den Themen, in Anlehnung an die Empfehlungen DSGV bzw. S-Rating und Risikosysteme, an.

Ihre Ansprechpartner

Referenzen
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„Alle Kollegen empfanden die zweitägige Schulung zum Thema OSPlus Produktadministration als gut investierte Zeit. Mein persönlicher Eindruck wurde dadurch bestätigt. Erste Ideen, wie wir die neuen Ansätze zum Einsatz bringen können, sprudelten bereits kurze Zeit danach. Alle Kollegen – auch die, die meinten sie wären nicht so betroffen oder sie wüssten schon alles – haben bisher "Unbekanntes" als wertvolle Hilfestellung erkannt. Insbesondere das Stöbern im lebenden System war eine Hilfe.“

Gabriele Sarnow, stellvertretende Leiterin Interne Revision der Sparkasse Celle

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„Seit über 10 Jahren haben wir die Bereiche Informationssicherheits-Management und Datenschutz an die s-consit ausgelagert. Insbesondere schätzen wir die problemlose Zusammenarbeit sowohl auf fachlicher als auch persönlicher Ebene. Die s-consit ist uns stets ein verlässlicher Partner!"

Joachim Dietmar Ziegler, Vorsitzender des Vorstandes der Sparkasse Parchim-Lübz

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„Wir haben seit mehreren Jahren die Aufgabe des Informationssicherheitsbeauftragten an die s-consit ausgelagert und freuen uns über die stets reibungslose Zusammenarbeit. Zuverlässigkeit, Erreichbarkeit und hohe Fachkompetenz erleben wir im täglichen Umgang. Maßnahmen werden mit Augenmaß und partnerschaftlich umgesetzt. Weiter so!“

Jörg Winther, Leiter IT-Management der Sparkasse Münsterland Ost

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„Die Strategieberatung wurde individuell auf unsere Bedürfnisse ausgerichtet und von den Mitarbeitern der s-consit professionell und zielorientiert umgesetzt. Die Strategieberatung der s-consit hat die zukünftigen Erfolge der Sparkasse somit aktiv beeinflusst.“

Horst Wanik, Vorsitzender des Vorstandes der Kreissparkasse Gelnhausen

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„Unsere kurzfristige Anfrage auf Unterstützung im Bereich Rechnungswesen wurde unkompliziert umgesetzt. Der Einsatz der s-consit war eine absolut wertvolle und hilfreiche Unterstützung. Wir sind sehr zufrieden!“

Thomas Maus, Vorsitzender des Vorstandes der Kreissparkasse Schlüchtern

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"Der Bericht zur DAW-Protokollauswertung durch die s-consit stellt für die Sparkasse einen enormen Mehrwert im Rahmen des IKS dar. Sie ist sehr übersichtlich gegliedert und konsolidiert die wesentlichsten Informationen aus den Tätigkeiten der Sparkassen Administratoren im Umfeld des 'Dezentralen Adminstrationswerkzeuges'. Die abgeleiteten Handlungsempfehlungen der s-consit aus der monatlichen Protokollauswertung unterstützen den IT-Verantwortlichen deutlich bei der Wahrnehmung seiner High-Level-Kontrollen. Das Preis-Leistungsverhältnis ist meines Erachtens nach top! Ich werde das Produkt der s-consit bei passender Gelegenheit weiterempfehlen.“

Andreas von Oesen, Leiter IT-Organisation der Weser-Elbe Sparkasse

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„Unser Ziel bei der Beauftragung der s-consit war neben der Sicherstellung der Jahresabschlusserstellung auch die Gewährleistung der vollständigen Funktionsfähigkeit des Fachbereichs. Dieses wurde zu unserer vollsten Zufriedenheit erfüllt. Wir bedanken uns für die äußerst gute Zusammenarbeit!“

Michael Scholz, Mitglied des Vorstandes der Sparkasse Donauwörth

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"Die REV-Tools unterstützen uns, sodass wir die Abläufe im Rechnungswesen effizienter gestalten können."

Stefan Müller, Leiter Betriebswirtschaft/Planung, Kreissparkasse Schlüchtern

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"Das Quality Assessment der s-consit hat die strategische Ausrichtung meiner Revisionsprozesse zur Prüfungsplanung, Berichterstattung und Mängelverfolgung bestätigt. Besonders profitieren konnte ich von den Hinweisen zur Ausgestaltung der Organisationsrichtlinien für die Interne Revision, die praktischen Beispiele aus anderen Sparkassen waren dabei sehr wertvoll für die Weiterentwicklung unserer Revisionsfunktion."

Stephan Thörmer, Abteilungsleiter Interne Revision der Sparkasse Barnim